Armreliquiar
Mittelalterliche Kunst
Die Sammlung mittelalterlicher Kunst hat ihren Ausstellungsort in der Burg Dankwarderode. sie umfasst ca. 400 Werke darunger hochbedeutende, singuläre Kunstwerke: So ist der Blasiusarm aus dem Welfenschatz das älteste erhaltene Armreliquiar überhaupt, der Kaisermantel Ottos IV. verkörpert einzigartig den Machtanspruch dieses einzigen Welfen auf dem Kaiserthron, der Sattel aus Beinplatten aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts gehört in eine Gruppe von nur 22 erhaltenen Sätteln dieser Art – und ist bereits zum Ende des 17. Jahrhunderts in den Sammlungen belegt. Der Braunschweiger Burglöwe, der als eine der ältesten erhaltenen Großbronzen des Mittelalters in Deutschland gelten kann, bildet den herausragenden Mittelpunkt der Sammlung seit 1989, als das Original nach aufwendiger Restaurierung in die Burg Dankwarderode verbracht wurde. Zahlenmäßig überwiegen Kunstwerke aus dem Braunschweiger Umland und Niedersachsen, die im 19. Jahrhundert, häufig als Stiftungen oder zur "Aufbewahrung", an das Museum gegeben wurden. Einen bedeutenden Zuwachs stellen die in St. Martini 1836 entdeckten und an das Museum gegebenen Paramente dar, die den wesentlichen Bestandteil der Sammlung der mittelalterlichen Textilien darstellen.
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